Wie kann Einheit in einer Zeit unterschiedlicher Meinungen gelingen? In seiner Predigt stellte Apostel Matthias Pfützner die Bitte Jesu aus Johannes 17 ins Zentrum und machte deutlich: Einheit entsteht nicht durch Gleichförmigkeit, sondern durch die gemeinsame Ausrichtung auf Christus.
Bereits das Eröffnungsgebet machte deutlich, dass Gott jeden Einzelnen sieht, tröstet, heilt und neue Kraft schenkt. Das Bild der «betenden Hände» zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst: Jeder kann für den anderen da sein, tragen und getragen werden. Der Apostel ermutigte die Gläubigen, das eigene Verhalten zu hinterfragen und nach Versöhnung in Beziehungen, Familien und Gemeinschaften zu suchen.
Einheit ist kein menschliches Werk, sondern ein Geschenk Gottes. Sie wächst dort, wo Menschen einander zuhören, miteinander sprechen und auch bei unterschiedlichen Ansichten verbunden bleiben. Gerade die Vielfalt macht Gemeinschaft stark.
Er rief dazu auf, nicht übereinander, sondern miteinander zu reden und die geschenkte Einheit zu bewahren. Entscheidend sei nicht, dass alle dieselbe Meinung vertreten, sondern wie mit unterschiedlichen Sichtweisen umgegangen wird. Seine Botschaft war klar: Gib niemanden auf. Bleib verbunden. Lass dich von Gottes Liebe tragen und gib diese Liebe weiter.
Mit dem Bild des Reissverschlusses verdeutlichte der Bezirksvorsteher in seinem Predigtbeitrag, dass Verschiedenheit keine Trennung bedeuten muss. Wie zwei unterschiedliche Seiten erst durch die Verbindung ihre Aufgabe erfüllen, so werden auch Menschen nicht durch gleiche Ansichten eins, sondern durch das, was sie gemeinsam trägt und verbindet: Jesus Christus.
Abschliessend ermutigte Apostel Pfützner die Glaubensgeschwister, Einheit im Alltag konkret zu leben. Der Blick auf Christus, gegenseitige Wertschätzung und die Bereitschaft zum Gespräch seien entscheidende Voraussetzungen für eine lebendige Gemeinschaft. Die Sakramente seien dabei Ausdruck der bedingungslosen Liebe Gottes und Zeichen seiner Gnade.