Das war die Botschaft, die Bezirksapostel Deubel der Gemeinde Regensdorf mitbrachte. Damit bezog er sich auf das dem Gottesdienst zugrunde gelegten Bibelwort aus dem Evangelium des Johannes 3,30 : « Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.»
Bevor der Bezirksapostel sich der Auslegung des Bibelwortes widmete, ging er noch auf das Eingangslied des Chores ein. Der Gemeindechor wurde verstärkt durch mehrere Amtsträger und Sänger und Sängerinnen aus anderen Gemeinden. In dem auf Spanisch vorgetragenen Lied «EL ÚLTIMO SERMÓN» geht es um den letzten Gottesdienst, der vielleicht noch zu erleben bleibt.
Wenn wir wüssten, dass es der letzte Gottesdienst wäre, wie würden wir dann mit ihm umgehen, stellte der Bezirksapostel als Frage in den Raum. Wenn wir das Datum der Wiederkunft Jesu wüssten, würde sich doch alles auf diesen Tag ausrichten.
Im Bibelwort geht es um Johannes, den Täufer, den letzten grossen Propheten des Alten Testaments. Er hat in seinen Hinweisen auf das Erscheinen des Messias, vom Gericht gesprochen. Als der erschienene Gottessohn dann sein Wirken begann, sprach Jesus von Liebe und Gnade und nicht mehr von Gesetzen.
Die Werte des Neuen Testaments sollen in den Gläubigen zunehmen und die des Alten Testaments abnehmen.
Johannes der Täufer predigte Busse und ermahnte das Volk, das mosaische Gesetz zu befolgen. Er kündigte an, dass Gott diejenigen bestrafen werde, die sein Gesetz weiterhin missachteten. Jesus aber predigte, man solle Gott und seinen Nächsten lieben. Gott ist kein strafender Gott. Er liebt die Menschen bedingungslos, auch diejenigen, die ihn ablehnen.
Jesus Christus bestimme unsere Beziehung zum Nächsten. Dazu führte Bezirksapostel Deubel ein Beispiel an: dank unserer Menschenkenntnis lernen wir vielleicht einen Menschen über einige Monate näher kennen und kämen dann zu dem Eindruck, das sei doch ein «komischer Kauz». Jesus sagt uns aber: ich habe auch diesen lieb! Mit den Augen Gottes betrachtet, könne man auch an einem komischen Kauz Wunderbares sehen und ihn liebhaben.
Als Busslied trug ein Gesangsensemble mit Klavier- und Blockflötenbegleitung das «Üse Vater» auf Berndeutsch vor, was eine besondere Bewegung und Stimmung in der Gemeinde auslöste.
Den Gottesdienst beschlossen Chor und Pianistin mit einem freudig und begeistert vorgetragenen Lied, das durch kräftigen Applaus der Anwesenden belohnt wurde.