Amtshandlungen im Bezirk Mittelland

17.03.2024

Im Bezirk Mittelland fand ein Wechsel in der Bezirksleitung statt. Der Gottesdienst vom 17. März in Zofingen mit Bezirksapostel Jürg Zbinden wurde in den ganzen Bezirk übertragen.

Der Bezirksapostel wurde begleitet von den Aposteln Thomas Deubel und Reto Keller sowie Bischof André Weidmann. Musikvorträge durch die Orgel, ein Cello, ein Posaunenquartett und den Chor stimmten auf den Gottesdienst ein. 

Zu Beginn sprach der Bezirksapostel von einem denkwürdigen Gottesdienst. Die bedeutungsvollen Handlungen für die Geschwister im Bezirk werden getragen vom Wissen, dass Jesus Christus im Mittelpunkt steht. Wir bereiten uns gemeinsam auf das Ziel unseres Glaubens vor. Das Beispiel der Witwe von Zarpat zeigt, wie Wunder geschehen können. Wir wollen Vertrauen in Gott haben. So wie damals viele Gefässe mit Oel gefüllt wurden, sollen heute unsere Herzen "ausgeräumt und geöffnet" sein, damit sie mit dem Wort Gottes angefüllt werden können.

Als Grundlage für den Gottesdienst las der Bezirksapostel das Bibelwort aus Epheser 1, 15.16 vor: „Darum, nachdem auch ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet.“

Kernaussagen zum Bibelwort

Es ist gut, von dem, was geschieht, zu hören. Fragen wir uns „Was höre ich? Ist es vor allem Negatives oder sind es gute Dinge?“. Wir können selbst darüber entscheiden, was wir hören und weitertragen wollen.

Achten wir darauf, dass wir nicht nur von unseren Sorgen und Anliegen reden, sondern über das sprechen, was Grosses geschieht in den Gemeinden und über den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus, der wachsen soll.

Der Bezirksapostel berichtete von einem Gespräch, das er im Zug gehört hatte. Nach vielen Klagen über das Leben sagte die Zuhörende plötzlich: „Ich bete für dich!“. Dadurch bewies sie ihren Glauben an die Kraft des Gebetes und die Hilfe Gottes.

An die Glaubensgeschwister wurde die Frage gerichtet: "Glaubst du an den Sohn Gottes als den Seelenbräutigam?" Zum Glauben gehört auch Zweifel, aber den bekämpfen wir. Glauben wir an das ganze Evangelium - das den Willen Gottes zeigt - nicht nur an die angenehmen Teile?

Die Liebe Gottes befähigt uns, den Nächsten und sogar unsere Feinde zu lieben. Wenn das gelingt, tut es gut und ist befreiend. So ist das Wesen der Brautgemeinde Jesu Christi.

Glaubst du an das Wort Gottes? Glaubst du an die Wirkung des Friedens? Glaubst du, dass in der Sündenvergebung das ganze Opfer Jesu offenbar wird? Glaubst du an die Wirkung des Segens, der uns am Ende des Gottesdienstes zugerufen wird? 

Die Zuhörenden wurden aufgefordert, eine Dankeskultur zu entwickeln. Gott zu danken für seine Gaben, seinen Segen, seine Kraft - und auch als Menschen untereinander dankbar zu sein. 

Überleitend zum Mitdienen der bald zur Ruhe tretenden Brüder schilderte der Bezirksapostel deren Haltung und ihre Art zu wirken als Diener Gottes – aus Liebe zu den Anvertrauten.

Der Bezirksevangelist berichtete in seinem Predigtbeitrag von einem Werkzeugkoffer, den er vor langer Zeit erhalten hatte. Grössere und sehr kleine Werkzeuge könne er immer wieder einsetzen. Er trage Sorge dazu und achte darauf, den Werkzeugsatz komplett zu erhalten. Er forderte alle auf, die göttlichen Werkzeuge zu pflegen und richtig einzusetzen. Weiter stellte er die Frage in den Raum „Was ist Wahrheit?“. Er erzählte von einem  Mann, der seinem Arbeitskollegen etwas über dessen besten Freund erzählen wollte. Der Angesprochene erkundigte sich, ob es gut sei, ob es wahr sei, ob es nützlich sei. Die Antwort war: Nein, eigentlich nicht. Dann will ich es gar nicht wissen - war die Reaktion.

Der Bezirksälteste betonte seine grosse Dankbarkeit seiner Familie, den Brüdern und den Gemeinden gegenüber. Der grösste Dank gehöre jedoch Gott! Er erwähnte, dass alle Geschwister, die so vielfältig mitwirken, die Gemeinden ausmachen und äusserte seinen tiefen Wunsch, dass alle den Nachfolgern in der Bezirksleitung ebenfalls Vertrauen schenken, Geduld entgegenbringen und allenfalls Nachsicht üben mögen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles für die Gemeinde folgte das  Heilige Abendmahl für die Seelen aus dem Jenseits. Begleitend erklangen Posaunen und ein Cello-Solo.

Ruhesetzungen, Beauftragung und Ernennung

Der Chor sang ein Segenslied für die bisherigen und die neuen Bezirksverantwortlichen. In der Ansprache an die beiden scheidenden Brüder erwähnte der Bezirksapostel ihr Wirken mit einfühlsamen Worten, verbunden mit hohem Respekt. Er betonte die zuverlässige Erfüllung ihrer Aufgaben in der Bezirksleitung und ihre feinfühlige Seelsorgetätigkeiten und dankte ihnen herzlich dafür. Darauf setzte er die beiden Amtsträger in den gesegneten Ruhestand und entband sie von ihren Aufgaben in der Kirche.

Den beiden Nachfolgern sprach er Mut zu und versicherte sie der Begleitung und der Kraft Gottes. Er bezeichnete sie als Tor des Segens für den Bezirk. Die Leitung umfasse die organisatorische Seite aber vor allem auch die geistliche Führung. Danach beauftragte er den Bezirksvorsteher und ernannte seinen Stellvertreter.

Zum Abschluss des Gottesdienstes trug der Chor ein Wunschlied der in den Ruhestand getretenen Brüder vor: „Der Herr ist mein Licht“.