Gleich zu Beginn ging der Apostel auf die Allmacht unseres Schöpfers ein: Gott weiss alles bis ins kleinste Detail. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn absolute Realität. Das, was er sagt, das tut er auch. Er weiss, was uns bevorsteht und wovor wir bewahrt werden. Gott hat seine Hand im Spiel und kennt auch die besondere Hilfe, die jedes einzelne von uns benötigt. Zudem zeigt uns der himmlische Vater bereits heute die nächsten Schritte auf. Er hat alles vorausgesagt: Die Wiederkunft seines Sohnes Jesus Christus, das 1000-jährige Friedensreich, das Endgericht und die neue Schöpfung. All dies ist für Gott bereits Realität. Wir wissen und glauben, dass dem so ist. Den genauen Zeitpunkt und die Umsetzung müssen wir jedoch Gott überlassen und ihm vertrauen.
Mit dem Aufruf "seid wachsam und betet" möchte Gott nicht mit erhobenem Finger zu uns sprechen. Er meint dies viel mehr im Sinne einer Mutter, die ihr kleines Kind jeden Morgen auf den Schulweg verabschiedet und es liebevoll erinnert, auf sich aufzupassen. So möchte Gott in seiner unendlichen Liebe uns immer wieder ermahnen, dass wir im Alltag auf unsere Seele, unser Gebetsleben und unsere Gedanken Acht geben. Seien wir wachsam, welche Bedeutung und Priorität wir unserem Glaubensleben schenken. Beten wir, dass wir Gott auch in kleinen Dingen demütig und aus Gnaden erleben dürfen.
Evangelist Rolf Bachmann aus der Gemeinde Lyss und Priester Roger Schneider, Gemeindeleiter in Langenthal, ergänzten den Predigtbeitrag mit weiteren Gedanken. So z.B. die bewusste Wachsamkeit vor der Sünde. Wir sollten uns davor aber nicht fürchten und uns stets vertrauensvoll an Gott wenden. Auch das explizite Gebet nach dem Wunsch "Herr, komme bald!" wurde erwähnt und damit gedanklich noch eine schöne Brücke zum Jahresmotte 2024 "Beten wirkt" geschlagen.