Im Eingangslied des Chores hiess es: «Wo wär mein Glück, wenn du nicht bei mir ständest?». Apostel Keller griff dies auf und betonte, es sei ein wahrer Glücksfall, Gott alsTeil unseres Lebens zu wissen. Unser Glaube ist nicht nur Tradition, sondern lebendiges Evangelium. Gott kann bei uns «einkehren», heisst es weiter im Lied. Damit er uns begegnet und mit uns spricht, braucht es Nähe. Dieser Gott hat dich und mich von Herzen lieb – was für ein Glück!
Geduld aus dem Glauben
«Seid geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe» (Jakobus 5,8). Die Erfüllung der Verheissungen Gottes braucht Geduld. Diese Geduld, die aus dem Glauben erwächst, ist selbst den Ungeduldigsten möglich, denn sie tragen die Verheissung im Herzen.
Apostel Keller verglich dies mit dem Landwirt: Frühregen bereitet den Boden, Spätregen führt zur Reife. Wenn der Bauer ausgesät und alles getan hat, was in seiner Macht steht, muss er das Wachstum geschehen lassen. In der Zeit des Wartens bleibt der Landwirt nicht untätig, sondern pflegt und hegt, was ihm anvertraut ist.
Auch wir warten - auf Gottes Eingreifen, auf die Wiederkunft Christi, auf Heil und Linderung. Gerade dort sind wir auf Geduld angewiesen – auf jene Geduld, die aus dem Glauben kommt.
Biblische Beispiele zeugen davon, dass selbst grosse Männer Gottes wie Noah, Petrus, Elia und Simeon, Geduld brauchten.
Geduld in den Verhältnissen
Auch in der Weihnachtszeit sind nicht alle Verhältnisse ruhig und besinnlich. In solchen Momenten hilft Geduld und die Gewissheit - der Herr ist da. Aus seinem Frieden wächst die Kraft, die Verhältnisse geduldig anzunehmen. Glaubensgelassenheit bedeutet nicht Untätigkeit. Wo wir helfen können, dürfen wir helfen und Gutes tun.
Geduld gegenüber Mitmenschen und uns selbst
Wir verstehen das Handeln anderer oft nicht vollständig. Darum sollten wir nicht vorschnell urteilen, sondern dem Nächsten mit Geduld begegnen. Gott liebt jeden Menschen – diese Liebe lässt uns barmherzig bleiben. Geduld brauchen wir auch mit uns selbst. Unsere Schwächen dürfen wir dem himmlischen Vater anvertrauen.
Das Herz stärken
Wie stärken wir unser Herz? Indem wir das tun, was uns wirklich wohl tut und uns langfristig im Blick auf das Kommen des Herrn stärkt. Wir wollen dafür sorgen, dass unser Herz berührt wird - im Gottesdienst, im Gespräch miteinander und im persönlichen Gebet.
Wiederkehr Christi bewusst halten
Hirte Inderbitzin griff das Textwort auf: «Das Kommen des Herrn ist nahe.» Auch nach 2000 Jahren ist dies aktuell. So mögen wir die Erwartung auf die Wiederkunft Christi in unseren Herzen lebendig halten.
Nach den Predigtbeiträgen wurde Hirte Inderbitzin von seinem Auftrag als Gemeindevorsteher entbunden. Als neuer Vorsteher der Gemeinde konnte Priester Muntwyler beauftragt werden.